Narkolepsie ist eine neurologische Anfallserkrankung, welche vor allem die Steuerung von Schlaf- und Wachzeiten betrifft.

Menschen mit dieser seltenen Erkrankung leiden unter übermäßiger Schläfrigkeit und zeitweiligen, unkontrollierbaren Episoden des Einschlafens während des Tages.

Diese plötzlichen Schlafattacken können während jeder Art von Aktivität und zu jeder Tageszeit auftreten.

In einem typischen Schlafzyklus treten gesunde Menschen zunächst in die frühen Schlafphasen ein, gefolgt von tieferen und schließlich (nach etwa 90 Minuten ± 30 Minuten) in den REM-Schlaf.

Narkolepsie zeichnet sich durch eine Regulationsstörung des Zeitpunkts und der Kontrolle des REM-Schlafs aus. Deswegen dringt der REM-Schlaf in die Wachphasen und Einschlafmuster vom Wachen zum Schlafen ein. Viele Symptome der Narkolepsie entstehen durch eine Lähmung der Skelettmuskulatur, eine Verringerung der Muskelspannung und durch lebhafte Träume, die den REM-Schlaf charakterisieren. Häufig ist zusätzlich der Nachtschlaf aufgrund hartnäckiger Durchschlafstörungen nicht erholsam, somit kommt zur Schläfrigkeit im Sinne von Einschlafneigung/-attacken auch noch ein Schlafmangel hinzu.

Die Symptome beginnen häufig bei Heranwachsenden oder bei Erwachsenen ohne vorbestehende Erkrankung, wenn auch der Beginn durch eine Krankheit, einen Stressor oder eine Periode mit Schlafmangel begünstigt sein kann. Wenn sie einmal aufgetreten ist, besteht die Narkolepsie für das gesamte Leben. Die Lebenserwartung ist davon nicht betroffen.