Nane in Ausbildung – Teil 9

Hallo, hier bin ich wieder, die Nane !

Mögt Ihr die Hitze auch nicht? Ich jedenfalls finde sie ziemlich grauenhaft. Aber ich trage ja auch einen Pelz. Da denke ich häufig nur: „Besser nicht bewegen!“ Aber hecheln hilft! Ich kann das sogar in jeder Lautstärke ­čśë

Könnt Ihr es sehen? Mein kleiner Freund von nebenan,
der denkt, dass alle Hunde Nane heißen, will mich etwas abkühlen.
Aber er hat es noch nicht so mit dem Zielen ­čśë

Ich wollte Euch heute ja erzählen, welche Möglichkeit es zur Assitenzhundeausbildung neben der von mir auch noch gibt.

Sie nennt sich „Fremdausbildung“.

Dies bedeutet, dass einer meiner Hundekumpel, die sich schon als Welpen für besonders geeignet zeigen, später mal ein toller Helferhund zu werden, gleich nachdem sie alt genug sind, von ihrer Mama wegzuziehen, zu jemandem kommen, der sich mit der Ausbildung von Assistenzhunden auskennt und dies als Beruf ausübt.

Dort wird dann alles gelernt, was es zu lernen gibt (und auch das dauert wirklich ganz schön lange) und sobald meine Kumpel oder Kumpelinen soweit sind, dass sie wissen, wie sie helfen können, treffen sie dann den Menschen, bei dem sie in Zukunft leben und helfen. Das muss natürlich passen, aber häufig ist der Helferhund ja schon vorher extra für seinen Menschen ausgewählt worden.

Dann werden die beiden ein Team und lernen noch ein bisschen zusammen, damit sie auch perfekt aufeinander eingespielt sind.

Darauf folgt dann, wenn sich herausgestellt hat, dass alles passt, die Prüfung.

So eine Fremdausbildung ist natürlich etwas Feines, weil der Mensch, der meine Freunde ausbildet, nicht durch seinen Körper eingeschränkt ist, wenn der mal nicht möchte. sowie das bei den Menschen der Fall ist, bei denen meine Hundefreunde sowie ich es eben bei Katrin mache, dann helfen.

Deswegen können diese dann auch häufiger und intensiver mit den angehenden Helferhunden trainieren. Der Nachteil dabei ist natürlich, dass es viel mehr kostet, wenn die Assistenzhundetrainer mit uns Azubis dauernd trainieren können und dass leider die Kosten für unsere Ausbildung meistens nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Eine Ausnahme stellen da diejenigen dar, die in Zukunft Menschen, die nichts sehen können, den Weg zeigen. Das ist ja auch ganz ganz wichtig. und es ist toll, dass da Krankenkassen helfen.

Traurig ist es trotzdem, dass egal, ob wir Assistenzhunde in Fremd- oder eben in Selbstausbildung trainiert werden, dass immer noch nicht gesehen wird, wie wichtig wir auch für Menschen wie meine Freundin am Ende der Leine sind, denen man eben nicht sofort ansieht, dass sie so krank sind, dass sie ohne uns nicht vor die Tür gehen können, da sie sonst in permanenter Gefahr sind.

Aber auch Katrin und ich können immer nur dann neue Dinge trainieren, wenn wir Unterstützung von Jutta vom „Ausbildungszentrum für helfende Hunde (https://www.helfendehunde.de/ ) bekommen. Aber da müssen wir dann ordentlich sparen, um für die Hilfe auch bezahlen zu können.

Da Katrin jedoch gar nicht arbeiten kann und auch noch nie konnte, dauert es immer ein Weilchen, bis wir alles zusammengekratzt haben oder uns jemand mal einen Ausbildungstag schenkt. (Und wenn Ihr wüsstest, was ich alles so vertilge. Ich liebe essen ! Genau, das muss nämlich auch bezahlt werden. Manchmal klaue ich aber auch schon mal was was so herumliegt… Auch wenn ich das gar nicht darf ­čśë )

Deswegen hoffe ich wirklich, dass sich da bald mal etwas ändert und die Krankenkassen, die dafür bezahlen müssten, weil ich ja offiziell ein „Hilfsmittel“ bin, dies auch tun. Denn die verstehen gar nicht, dass es für sie viel teurer wird, wenn den Menschen, denen meine Freunde und ich helfen könnten, dauernd etwas zustößt.

Jetzt gehe ich auf meinen Balkon neben Katrins Bett und schlafe eine Runde. Es ist nämlich gerade dunkel und dann so schön kühl dort.

Löcher finde ich voll toll. Da ist es auch gar nicht so heiß.
Aber ich darf nur in die schauen, die schon da sind.
Sehr schade eigentlich !

Bis nächste Woche, ich hoffe, Ihr seid dabei !

Eure Nane