Studie: Hauttemperatur beeinflusst Kataplexie oder REM-Schlaf

Eine neue Studie der Universität Bern zeigt erstmals, dass die Hauttemperatur eine wichtige Rolle bei der Steuerung von Gehirnzuständen spielt. Forschende fanden heraus, dass es im Gehirn spezielle Nervensysteme gibt, die empfindlich auf Veränderungen der Hauttemperatur reagieren.Die Studie zeigt, dass schon kleine Veränderungen der Hauttemperatur beeinflussen, ob das Gehirn in den REM-Schlaf geht oder eine Kataplexie (plötzliche Muskellähmung bei Narkolepsie) auslöst.

Sinkt die Hauttemperatur, steigt die Wahrscheinlichkeit für Kataplexie. Wird die Haut erwärmt, verstärkt sich dagegen der REM-Schlaf, während Kataplexie unterdrückt wird. Verantwortlich dafür sind spezielle Nervenzellen im Hypothalamus (MCH-Neurone), die empfindlich auf Hauttemperatur reagieren und den Wechsel zwischen Schlaf- und Wachzuständen mitsteuern.

Überraschend war, dass die Hauttemperatur zwei sehr ähnliche Zustände mit Muskellähmung – REM-Schlaf und Kataplexie – gegensätzlich beeinflusst.

Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Science Translational Medicine veröffentlicht.

Mehr dazu hier