Pipeline-News: TAK 994 erhält den Status eines Therapiedurchbruchs durch FDA

 

Die amerikanische Food and Drug Administration FDA erteilt der Entwicklung des oralen Orexin-Agonisten TAK 994 durch die Firma TAKEDA den Status eines Therapiedurchbruchs.

 

Die Vergabe dieses Status bedeutet, dass in Zukunft die Entwicklung und Prüfung von TAK 994 beschleunigt wird.

Es liegen vorläufige klinische Beweise aus den laufenden Studien vor, die darauf hindeuten, dass TAK 994 bei dem Symptom der Tagesschläfrigkeit wesentlich effektiver wirken könnte als die bisher verfügbaren Therapien.

Für alle Betroffenen, insbesondere für diejenigen mit der Diagnose Narkolepsie Typ 1 und somit einem vorliegenden Orexinmangel, könnte dies bedeuten, dass zumindest diese Belastung durch ein Erkrankungssymptom wesentlich abgeschwächt sein könnte.

Das Medikament mit dem Entwicklungsnamen TAK 994 greift als Wirkstoff an der Ursache der Narkolepsie, dem Orexinmangel, an.

TAKEDA ist es scheinbar  gelungen, ein Produkt zu entwickeln, welches das fehlende Orexin ersetzt, die Blut-Hirn-Schranke passieren kann und somit genau DEN Zustand hervorrufen könnte, auf welchen Betroffene mit Narkolepsie meistens verzichten müssen: das Wachsein.

Wir bleiben an der Entwicklung dran!

Quelle: https://www.takeda.com/newsroom/newsreleases/2021/us-food-and-drug-administration-grants-breakthrough-therapy-designation-to-takedas-investigational-compound-tak-994/

Einladung zu „SWR 1 Leute“

Wir freuen uns unglaublich!

Der NaNe-Vorstand ist eingeladen worden, in der Radiosendung „SWR1 Leute“ 2 Stunden über das Thema „Narkolepsie“ zu sprechen.

Diese läuft werktags von 10.05 bis 12.00 Uhr bei SWR1 Baden-Württemberg. Wir sind am 27.08.21 dabei.

Für diejenigen, die den Hörfunkbeitrag nicht empfangen können: Er wird zeitnah als Audio- und Video-Podcast in der Mediathek des Senders bereitgestellt.

Wir hoffen sehr, dass wir damit dazu beitragen können, Narkolepsie und die Auswirkungen der Erkrankung auf das Leben aller Betroffenen bekannter zu machen!

Hier ist der Link zur Medathek des SWR, um die Sendung nachzuhören: (verfügbar bis August 2022)
https://www.swr.de/swr1/bw/swr1leute/katrin-wiebke-mueller-mark-peters-100.html

 

Online-Patientenseminar „Grundlagen zur Narkolepsie“

Am 17.08.2021 von 18 – 19 Uhr veranstalten wir ein Online-Patientenseminar über ZOOM.

Als Referent hat sich PD Dr. med. Yaroslav Winter aus der Neurologie/ Schlafmedizin des Universitätsklinikums Mainz bereit erklärt, eine Einführung über die Basics zur Narkolepsie zu geben.

Hauptsächlich richtet sich diese Veranstaltung an Neudiagnostizierte oder diejenigen, die sich mit dieser Erkrankung noch nicht beschäftigt haben.
Aber auch alle anderen direkt und indirekt Betroffenen und Interessierten, die gerne eine medizinische Einführung in die Erkrankung haben möchten, sind herzlich eingeladen, sich bei uns per Mail unter event@narkolepsie-netzwerk.de anzumelden.

Zwei Wochen vor der Veranstaltung erhalten alle Angemeldeten einen Link, um an dem Online-Seminar teilnehmen zu können.

Nach der Präsentation können gerne Fragen zum Inhalt an den Referenten gestellt werden (keine persönliche medizinische Beratung!).

Gruppentreffen der SHG Darmstadt

Sonntag, 4. Juli 2021 ¦ 15:00 18:00

Die SHG Darmstadt kann wieder Treffen abhalten.  Der Raum steht unter Einhaltung der Hygieneregeln (siehe unten) wieder zur Verfügung.

Daher sind alle direkt und indirekt Betroffenen von Narkolepsie sowie Interessierten herzlich zu einem Präsenztreffen am Sonntag , 04. Juli 2021 ab 15:00 Uhr in den Räumen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Darmstadt eingeladen.

Für Kaffee und Getränke ist gesorgt – Kuchen ist von freiwilligen Spendern abhängig, welchen einen solchen mitbringen möchten.

Auf Grund einer maximalen Teilnehmerzahl von 10 Personen (von Covid-19 Genesene, Geimpfte und Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt), benötigen die Gruppenleiter zur Planung eine Rück- bzw. Anmeldung von Interessenten per Telefon (0178- 1382433) oder Mail an shg.darmstadt@web.de

Poststraße 9
64293 Darmstadt
Deutschland
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Hygieneregeln:

Es dürfen sich max. 10 Personen im Gruppenraum aufhalten, um einen Abstand von 1,5 Meter gewährleisten zu können. Hände- und Flächendesinfektionsmittel stehen zur Verfügung.

Grundsätzliche Schutzmaßnahmen:

  • Maskenpflicht beim Betreten der Geschäftsstelle
  • Besucher*innen hinterlassen Name und Kontaktmöglichkeit auf den bereitgestellten Vordrucken
  • Toilettengang = Maskenpflicht
  • keine gemeinsame Garderobe (Jacken u.ä. sind mit an den Platz zu nehmen)
  • in allen Räumen immer auf 1,5 Meter Abstand achten
  • benutzte Räume mindestens alle 30 Minuten gründlich lüften

Clomipramin – Bezug trotz Lieferengpass noch möglich

Immer wieder wird uns von Betroffenen gemeldet, dass Clomipramin (Anafranil) derzeit nicht lieferbar sei bzw. ein Lieferengpass bis Ende des Jahres bestünde. Das Gerücht geht um, dass die Produktion eingestellt wurde.

Da Clomipramin das einzige Antidepressivum ist, welches in-label gegen die REM-assoziierten Symptome verordnet werden kann, wäre dies für viele an Narkolepsie erkrankte Personen in Deutschland außerordentlich ungünstig.

Tatsächlich gibt es noch jedoch noch Möglichkeiten, Clomipramin in Apotheken zu erhalten. Häufig ist dies auch von den versorgenden und importierenden Apotheken-Großhändlern abhängig.

So waren am 19.06.2021 beispielsweise noch bei manchen Großhändlern kleinere Packungsgrößen von Clomipramin-Neurax 75mg retard erhältlich.

Anafranil, ebenfalls retardiert in der Stärke 75mg war noch lieferbar vom deutschen Hersteller Riemser. 

Von den EU-Herstellern EMRA-MED, EurimPharm, Carepharm und kohlpharma kann derzeit das Medikament importiert werden.

Gerade bei diesen Herstellern lohnt es sich durchaus, im Bedarfsfall auch nach anderen Wirkstärken nachzufragen.

NaNe e.V. zu Gast in der Landesschau des SWR

 

Das Narkolepsie-Netzwerk war im Fernsehen beim SWR und sprach mit dem Moderator in einem Interview über Narkolepsie, Symptome, die Angehörigen und, und, und…

https://www.ardmediathek.de/video/landesschau-baden-wuerttemberg/swr-baden-wuerttemberg/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE0Nzc0Nzk

In etwas mehr als 10 Minuten konnte natürlich nicht in die Tiefe gegangen werden. Wir hoffen dennoch, dass es einigen Zuschauern, die vorher von Narkolepsie noch nichts gehört hatten, die Erkrankung näher bringt.

Narkolepsie-Tag NORD in Leer

Samstag, 11. September 2021 ¦ 10:00 14:00

Nach den schon seit vielen Jahren im Süden erfolgreichen Narkolepsie-Tagen möchte das Netzwerk nun auch in anderen Regionen Deutschlands ähnliche Informationsveranstaltungen etablieren.

Unser erster Versuch führt uns nach Leer/Ostfriesland. Zusammen mit Prof. Dr. Sylvia Kotterba laden wir herzlich zu informativen Fachvorträgen rund um die Narkolepsie ein.

Der Veranstaltungsort ist noch nicht druckreif, da wir auf Grund der gerade wieder steigenden Corona-Infektionszahlen nicht wie geplant im Klinikum Leer selbst tagen können. Wir werden stattdessen auf einen Veranstaltungsraum („Kulturspeicher„) der Stadt Leer zurückgreifen.

Programm (geplant):

  • Prof. Dr. Sylvia Kotterba (Neurologin und Chefrärztin Klinikum Leer):
    Neues aus der Narkolepsie
  • Prof. Dr. Sylvia Kotterba (Neurologin und Chefrärztin Klinikum Leer):
    Narkolepsie und Führerschein
  • t.b.d.:
    Arbeits- und sozialrechtliche Aspekte für Betroffene
  • t.b.d.:
    Narkolepsie und Ernährung
  • Prof. Dr. med. Peter Young (Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Neurologie, Reha-Klinik Medical Park Bad Feilnbach):
    Reha-Behandlung bei Narkolepsie – erste Erfahrungen aus Bad Feilnbach (Video-Beitrag)

Der persönliche Austausch soll jedoch in keinem Fall zu kurz kommen.

Das Treffen soll in jeden Fall auch dazu dienen, die Selbsthilfe im Norden zu stärken und den Aufbau neuer Gruppen zu fördern. Dazu werden wir allen Interessierten in einer kurzen Präsentation vorstellen, was es bedeutet, eine solche Gruppe zu gründen und zu leiten, welche Hilfen dafür von den Krankenkassen und nicht zuletzt durch das Narkolepsie-Netzwerk bereitgestellt werden. Es werden auch einige Regionalgruppen des Netzwerks vor Ort sein und Fragen aus der Praxis beantworten.

Hinweise:

Da wir coronabedingt nur begrenzte Platzkapazitäten haben, bitten wir um eine E-Mail an orga@narkolepsie-netzwerk.de (mit Klick auf die Adresse wird bereits eine vorgefertigte Mail geöffnet!) mit Angabe der Teilnehmerzahl zu senden.

Im Falle von Absagen werden wir die Plätze an Interessierte aus der Warteliste vergeben.

Der derzeitige Corona-Inzidenzwert in der Region ist sehr vielsprechend und lässt uns heute annehmen, dass diese Veranstaltung tatsächlich wie geplant stattfinden kann. Natürlich werden wir die bekannten AHA-Regeln (Abstand halten, Hygenieregeln beachten, Atemmaske tragen) beachten und alle dazu aufrufen, diese weiterhin zu beherzigen.

Veranstaltungsort:

Treffen Regionalgruppe Württemberg- ABGESAGT!!!

Samstag, 18. Dezember 2021 ¦ 13:30 16:00

Leider muss der Termin abgesagt werden und wird in den Januar verlegt. Das Datum wird bekanntgegeben !

Wir treffen uns hoffentlich erneut persönlich. Sollte die Pandemielage dies nicht zulassen, wird die Veranstaltung online durchgeführt. Neue Teilnehmer melden sich bitte per Mail bei wuerttemberg@narkolepsie-netzwerk.de an,

Jede 10. Impfung bei Autoimmunerkrankung wirkungslos?

Am 15.05.2021 erschien in den Medien die Meldung, wonach jede zehnte Person mit einer Autoimmunerkrankung nach einer Impfung mit dem mRNA-Wirkstoff von BioNTech keine Antikörper entwickele. Daher sei eventuell eine dritte Impfung 2 Wochen nach der zweiten Impfung mit BioNTech notwendig.

Wir fragten bei unserem schlafmedizinischen Spezialisten und Unterstützer Prof. Dr. Geert Mayer, Chefarzt und Leiter des Schlafzentrums der Hephata- Klinik in Schwalmstadt- Treysa, nach.

Dieser äußerte sich wie folgt:

Es gibt keine vermehrten Risiken für Narkolepsiepatienten. Außerdem ist Narkolepsie keine Autoimmunerkrankung per se, sondern eine multifaktorielle Erkrankung. D.h. es müssen Genetik, Risikofaktoren, Infektionen und Umwelteinflüsse in Betracht gezogen werden.

Bisher scheint es nur die Erlanger Studie zu sein, die feststellt, dass auch nach Impfungen Autoimmunerkrankte ( in diesem Fall mit chronisch- entzündlichen Autoimmunerkrankungen, was nicht auf die Narkolepsie zutrifft) weniger Antikörper entwickeln. Das muss wissenschaftlich immer mit einer 2. Bestätigungsstudie bestätigt werden.

Ich würde sagen: die Betroffenen sollen sich nicht verrückt machen wie mit dem Astra Zeneca Vakzin. Jede Woche kam eine andere Meldung.

Wenn das Netzwerk etwas Gutes tun will,  sollte es auffordern, dass alle Narkolepsiepatienten 2 Wochen nach Impfung einen Antikörper- Test durchführen lassen. Dann wüssten wir wirklich Bescheid.“


Wir schließen uns selbstverständlich gerne diesem Aufruf an. Nur so können wir Betroffene erfahren, ob in diesem Fall die verzögerte Entwicklung von Antikörpern nach mRNA- Impfung auch bei Narkoleptikern zutrifft.

Somit kann jeder selbst mit einfachen Mitteln dazu beitragen, die medizinische Forschung für Narkolepsie-Patienten zu unterstützen.

Selbstverständlich leiten wir gerne jedes Ergebnis des Antikörpertests von Patienten dazu weiter, welches uns per Mail mitgeteilt wird.

Helft mit, damit uns geholfen werden kann!