Anamnese

Genaue Befragung durch den Arzt, um Informationen über die derzeitigen Beschwerden und die medizinische Vorgeschichte und die Lebensumstände des Patienten zu sammeln und darauf aufbauend die richtigen Untersuchungen vorzunehmen und/oder zu veranlassen.

Antigene

Stoffe, die vom Körper des Menschen als fremd angesehen werden und gegen welche er Antikörper bildet. Typische Antigene sind Eiweiße auf der Zelloberfläche von Bakterien, Pilzen und Viren.

Automatisches Verhalten

Bei stärker werdender Tagesschläfrigkeit kann der von Narkolepsie Betroffene in eine Art „Halbschlaf“ gelangen, in dem Handlungen ohne bewusste Kontrolle ausgeführt werden; durch mangelnde Wachheit können sie fehlerhaft oder unsinnig sein. Später kann sich der Betroffene nicht mehr an die Handlungen erinnern.

Bei Kindern können sich die Symptome in anderen Ausprägungen zeigen. Informationen zu diesen Besonderheiten sind auf unserer Seite „Symptome bei Kindern“ nachzulesen.

 

 

Differentialdiagnose

Unter einer Differentialdiagnose bezeichnet man Erkrankungen mit ähnlicher bzw. nahezu identischer Symptomatik, die vom Arzt neben der eigentlichen Verdachtsdiagnose ebenfalls als mögliche Ursachen der Patientenbeschwerden in Betracht gezogen werden müssen.

elektromyografische Untersuchung

Die elektromyografische Untersuchung dient der Messung elektrischer Aktivität in ausgewählten Muskeln. Anhand der elektrischen Aktivität lässt sich die Muskel- und Nervenfunktion beurteilen.

Erstmanifestation

Erstmaliges Auftreten einer Erkrankung bei einem vormals gesunden Menschen.

Die Erstmanifestation bei Narkolepsie zeigt sich häufig zwischen dem 10.-20. Lebensjahr.

 

exzessive Tagesschläfrigkeit

Die übermäßige Tagesschläfrigkeit geht mit ungewolltem Einschlafen einher. Es kommt zu imperativen Einschlafattacken, d. h. die Betroffenen schlafen ungewollt auch in ungewöhnlichen Situationen ein. Wach zu bleiben ist für die Betroffenen keine Frage des Wollens, sie können das Einschlafen häufig einfach nicht verhindern. Ohne Medikation sind Menschen mit Narkolepsie nicht nur manchmal schläfrig, sondern eigentlich immer und jeden Tag. Ein Gefühl wie „wirklich ausgeschlafen oder ausgeruht und topfit zu sein“ kennen sie nur selten.

Bei Kindern können sich die Symptome in anderen Ausprägungen zeigen. Informationen zu diesen Besonderheiten sind auf unserer Seite „Symptome bei Kindern“ nachzulesen.

Fahrtauglichkeit

Die Grundlage zur Beurteilung der Fahrtauglichkeit von Narkolepsiepatienten
bilden die Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahrereignung. Grundsätzlich gilt,
dass die Fahrtauglichkeit bei ausgeprägter Tagesschläfrigkeit, wie sie bei
Patienten mit unbehandelter Narkolepsie vorliegt, nicht gegeben ist.

Ob eine verkehrsmedizinisch bedeutsame Gefährdung durch Tagesschläfrigkeit und Kataplexien   besteht, muss stets im Einzelfall geklärt werden.

Die Fahrtauglichkeit kann aber bei entsprechend medikamentöser Therapie
durch die Begutachtung eines ausgewiesenen Facharztes für Neurologie bescheinigt werden.

fragmentierter Nachtschlaf

Narkoleptiker können oft nicht durchschlafen. Die Tiefschlafphasen und Traumschlafphasen sind in ihrem Ablauf gegenüber gesundem Schlaf zeitliche verändert. Die Betroffenen liegen teilweise stundenlang wach. Zudem treten nachts oftmals Albträume auf. Der Schlaf ist nur wenig erholsam. Meist nimmt der gestörte Nachtschlaf im Laufe der Erkrankung zu. Bei Kindern können sich die Symptome in anderen Ausprägungen zeigen. Informationen zu diesen Besonderheiten sind auf unserer Seite „Symptome bei Kindern“ nachzulesen.