Eine neue Studie der Universität Bern zeigt erstmals, dass die Hauttemperatur eine wichtige Rolle bei der Steuerung von Gehirnzuständen spielt. Forschende fanden heraus, dass es im Gehirn spezielle Nervensysteme gibt, die empfindlich auf Veränderungen der Hauttemperatur reagieren.Die Studie zeigt, dass schon kleine Veränderungen der Hauttemperatur beeinflussen, ob das Gehirn in den REM-Schlaf geht oder eine Kataplexie (plötzliche Muskellähmung bei Narkolepsie) auslöst.
Sinkt die Hauttemperatur, steigt die Wahrscheinlichkeit für Kataplexie. Wird die Haut erwärmt, verstärkt sich dagegen der REM-Schlaf, während Kataplexie unterdrückt wird. Verantwortlich dafür sind spezielle Nervenzellen im Hypothalamus (MCH-Neurone), die empfindlich auf Hauttemperatur reagieren und den Wechsel zwischen Schlaf- und Wachzuständen mitsteuern.
Überraschend war, dass die Hauttemperatur zwei sehr ähnliche Zustände mit Muskellähmung – REM-Schlaf und Kataplexie – gegensätzlich beeinflusst.
Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Science Translational Medicine veröffentlicht.
Studie zur Selbstwirksamkeit im Umgang mit Tagesschläfrigkeit und kataplektischen Anfällen bei Narkolepsie (Selbstwirksamkeit bedeutet in diesem Fall das Vertrauen in die eigenen Kompetenzen!)Read More
Thema:„Zirkadiane und homöostatische Einflussfaktoren auf geplante Tagesschlafzeiten bei Narkolepsie“
Zielgruppe: Menschen mit und ohne Narkolepsie
Dauer: 30-40 Minuten
Art: anonyme Online-Umfrage
Wir erheben im Rahmen unserer Studie Daten zum Thema„Nickerchen bei Narkolepsie“. Wir möchten herausfinden, wie häufig und unter welchen Bedingungen Nickerchen abgehalten werden, welche Faktoren sich möglicherweise auf die Qualität auswirken und wie sich die Nickerchen am effizientesten gestalten lassen.
Die Teilnahme erfolgt freiwillig und anonym.
Bitte nutzen Sie zum Antworten diesen QR-Code.
Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme!
Claudia Mevers
Bei Fragen stehe ich Ihnen jederzeit unter
claudia.mevers@uni-wh.de zur Verfügung
Die Umfrage erfolgt im Rahmen eines wissenscha4lichen Forschungsprojektes unter
der Leitung von Herrn Prof. Dr. Kallweit (Professur für Narkolepsie- und
Hypersomnolenzforschung, Universität WiJen/Herdecke).
Prof. Dr. Ulf Kallweit lädt ein, an der obigen internationalen Studie teilzunehmen, für welche er einer der wissenschaftlichen Experten und verantwortlich für den Studienarm in Deutschland ist.
Die Studie untersucht die Krankheitslast von Betroffenen durch Narkolepsie oder durch die Idiopathische Hypersomnie.
Die Teilnahme besteht darin, einmalig einen anonymen Fragebogen zu beantworten.
Die Studie wird durchgeführt von einer Firma in der Schweiz, welche auf gesundheitsökonomische Analysen spezialisiert ist (EHE International GmbH Schweiz). Die Studie wurde am 28. Februar 2023 unter der Nummer S-34/2023 durch die Ethikkommission der Universität Witten/Herdecke genehmigt.
Das Projekt wird von Takeda Pharmaceuticals in Cambridge (USA) gesponsort; die Firma greift jedoch in keiner Weise in den Ablauf der Studie ein, und sie hat auch keinen Zugang zu den Rohdaten.
Teilnehmende gelangen so direkt zu detaillierten Studieninformation, der Einverständniserklärung und dem Fragebogen für Deutschland. Es ist möglich, sich mehrmals einzuloggen, und den Fragebogen in mehreren Teilen bzw. auch nach Pausen weiter beantworten. Dazu ist es notwendig, die Antworten zu speichern und ein Passwort zu bestimmen. Dieses wird automatisch zerstört, sobald die Antworten abschließend eingesandt wurden.
Der Fragebogen enthält keine Frage, welche es erlauben würde, den Teilnehmenden zu identifizieren. Bitte beantworten Sie deshalb alle Fragen vollständig, da aufgrund der Anonymität keine Rückfragen gestellt werden können. Fragebögen mit mehreren unbeantworteten Fragen müssen ausgeschlossen und vernichtet werden.
Alternativ zu einer Online-Teilnahme, kann der Fragebogen offline beantwortet werden. In diesem Fall wendet man sich bitte an das Narkolepsie-Zentrum an der Universität Witten (info@narkolepsie-zentrum.de). Der Fragebogen wird dann per Post zugestellt.
Im Zuge eines wissenschaftlichen Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. med. U. Kallweit wird im Rahmen einer Doktorarbeit eine Studie zum Thema „Fatigue bei ZNS-Hypersomnolenzen“ durchgeführt.
ZNS-Hypersomnolenzen ist der Oberbegriff für Schlaferkrankungen, bei welchen insbesondere das Symptom der schwer ausgeprägten Tagesschläfrigkeit im Vordergrund steht. Beispiele für ZNS-Hypersomnolenzen sind unter anderem Narkolepsie Typ 1 und 2 und Idiopathische Hypersomnie.
Für diese Studie werden Betroffene von Narkolepsie, IHS und ähnlichen Erkrankungen gesucht, die mit Ihrer Teilnahme an der Umfrage helfen möchten, die Forschung in diesem Gebiet zu unterstützen.
Aus dem Inhalt des Informationsblattes der Studie:
Was ist Fatigue? Bei Fatigue handelt es sich um eine ausgeprägte subjektive geistige oder körperliche Abgeschlagenheit. Diese Abgeschlagenheit ist unabhängig von zuvor erfolgter körperlicher Betätigung und auch durch eine angemessene Ruhe- oder Schlafphase tritt keine Erholung ein.
Ziele der Studie Wir möchten herausfinden, ob Fatigue- Beschwerden verstärkt bei den verschiedenen ZNS-Hypersomnolenzen auftreten, ob eine Unterscheidung zwischen geistiger (kognitiver) und körperlicher (motorischer) Fatigue zu erkennen ist und ob Fatigue als Leitsymptom oder Diagnosekriterium bei einer oder mehrerer der o.g. Krankheitsbilder genutzt werden kann.
Auf diese und weitere Fragen wollen wir mit Hilfe dieser Online-Studie Antworten finden.
Folgende Themenbereiche sind Inhalte der Umfrage:
allgemeine Daten, Beschwerden (Symptome), Diagnosen, Medikation, körperliche Aktivität, Fragen zur Lebensqualität und noch einige freie Fragen.
Die Bearbeitung dauert in der Regel ca. 40 Minuten und muss nur ein Mal durchgeführt werden. Sollten Sie eine kleine Pause benötigen, können Sie den Fragebogen zwischenspeichern und zu einemanderen Zeitpunkt fortsetzen. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, die Befragung jederzeit abzubrechen, wenn Sie sich nicht mehr in der Lage fühlen den Fragebogen auszufüllen.
Die Entwicklung des von Betroffenen erwartete Orexin-Agonisten TAK-994 von Takeda zur symptomatischen Behandlung der Narkolepsie verzögert sich. Grund dafür ist ein derzeitiger Abbruch der Phase-2-Studien aufgrund eines aufgetretenen Sicherheitssignals.
Unter einem Sicherheitssignal versteht man eine Information über ein neues oder bekanntes unerwünschtes Ereignis (z.B. wesentliche Nebenwirkungen), das möglicherweise durch ein Arzneimittel verursacht wird und daher weitere Untersuchungen erfordert.
Dazu heißt es im Statement von Takeda: „Als unmittelbare Vorsichtsmaßnahme hat das Unternehmen die Dosierung der Patienten ausgesetzt und beschlossen, beide Phase-2-Studien vorzeitig zu beenden. Dies ermöglicht eine rechtzeitige Interpretation des Nutzen-Risiko-Profils von TAK-994 und die Festlegung der nächsten Schritte für das Programm.“ (Quelle: https://www.takeda.com/newsroom/newsreleases/2021/takeda-provides-update-on-tak-994-clinical-program)
Dies ist zwar eine erstmal enttäuschende Nachricht, jedoch ist die Entwicklung einer solchen Medikation damit nicht eingestellt, sondern erfordert nur weitere Schritte in der Forschung.
Takeda selbst arbeitet mit dem oralen Orexin-Agonist TAK-861, der sich derzeit in Phase 1 befindet, weiterhin daran, eine Option für alle Betreffenden zu finden.
Wir informieren natürlich über weitere Entwicklungen zu diesem Thema, sobald es etwas Neues gibt.
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