Neben den bekannten Symptomen der Narkolepsie gibt es auch weniger bekannte Begleiterscheinungen, die auftreten und zusätzlich belastend sein können.

Gewichtszunahme

Viele Betroffene berichten in den ersten Jahren nach Beginn der Symptomatik von einer Zunahme des Körpergewichtes. Als Ursache wird allgemein eine Störung des Energiestoffwechsels angenommen. Dieser verhindert die Gewichtsregulation, was insbesondere durch einen im Vergleich zu Gesunden niedrigeren Wert des Hormon „Leptin“ begründet wird.

Dieses Hormon wird wird von Fettzellen gebildet und spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung des Appetits und des Energiehaushalts.

Fälschlich wird oft angenommen, dass die Gewichtszunahme durch eine verringerte motorische Aktivität (zu wenig Bewegung) wegen des erhöhten Schlafdrangs zu begründen ist.

Es besteht jedoch nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kein direkter Zusammenhang. Ebenso sind weder eine erhöhte Nahrungszufuhr noch die Nebenwirkungen von Medikamenten als Ursache anzusehen.


„Brain Fog“ oder: „Gehirnnebel“

Unter diesen Begriffen werden kognitive Beeinträchtigungen, verstanden. Sie treten nicht permanent auf und sind auch von der Tagesschläfrigkeit abhängig. Dazu gehören:

  • Benommenheit,
  • Vergesslichkeit,
  • mangelnde Wachsamkeit und Konzentration,
  • Schwierigkeiten beim Denken,
  • verschwommene Sicht und Schwierigkeiten bei der Planung und Durchführung von Tätigkeiten (Organisationsverlust)
  • Wortfindungsstörungen
  • Probleme, etwas nachvollziehen zu können und das Gefühl, „als ob man wie betrunken wäre und nicht alles mitbekommt“.

Auf einem Patiententreffen („the Voice of the Patient“), organisiert von der FDA (U.S. Food and Drug Administration), erzählten Betroffene folgende Beispiele:
Eine Teilnehmerin beschrieb, dass sie von einem Extrem, „viel reden, ohne dass es wirklich Sinn macht„, zu einem anderen Extrem, „dem leeren Blick„, überging. Diese Effekte würden unvorhersehbar sein und „mindestens viermal am Tag auftreten. Diese können 10 Minuten oder auch ein paar Stunden dauern.

Ein Teilnehmer benennt die Auswirkungen auf seine Konzentration: „Es gibt Zeiten, in denen ich sehr gut bei der Sache bin. Dann brauche ich zu anderen Zeiten wieder sehr lange, um die einfachsten Arbeiten zu schaffen, weil ich einfach nicht konzentriert war.“